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Aktuelles



Weiße Rosen für Stolpersteine

10.11.2022
Im Gedenken an die Jüdinnen und Juden, die in der Reichsprogromnacht am 09.11.1938, auch in Münster aus ihren Häusern verschleppt, vertrieben und ermordet worden sind, reinigten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 sog. "Stolpersteine" im Stadtgebiet Münster. Sie setzten sich vor Ort mit der Geschichte der auf den Stolpersteinen bezeichneten Personen auseinander, reinigten die Stolpersteine und legten zum aktuellen Gedenken - als Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule - jeweils eine weiße Rose zu den Stolpersteinen.

Auf diese Weise wird die Erinnerung an den Faschismus und die Vernichtungspolitik der Nationalsozialsten im 3. Reich aufrecht erhalten. Gleichzeitig ist diese Aktion für die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 von besonderer Bedeutung, sich für die Aufrechterhaltung der Demokratie einzusetzen und ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung zu setzen.

Hier finden Sie den Artikel des Westfälischen Nachrichten vom 16.11.2022.

Reichsprogromnacht

09.11.2022
Für uns als Geschwister-Scholl-Realschule ist der 09. November ein Tag, an dem wir inne halten und den Novemberprogromen gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland im Jahr 1938 gedenken. Progrome sind gewalttätige Aktion gegen Menschen, die einer Minderheit angehören.

In der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938 fanden in der Reichsprogromnacht organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden in Deutschland und Österreich statt, wobei zahlreiche Geschäfte und Synagogen zerstört und geplündert worden sind.
Etwa 7.500 jüdische Geschäfte wurden in der Nacht zerstört, über 1.200 Synagogen niedergebrannt sowie zahllose Wohnungen verwüstet. 91 Juden wurden erschlagen, niedergestochen oder zu Tode geprügelt. In den Tagen darauf wurden im ganzen deutschen Reich über 30.000 jüdische Männer verhaftet und in die Konzentrationslager Dachau, Buchenwald und Sachsenhausen verschleppt. Etwa 1.300 Personen starben infolge der Novemberpogrome durch Gewalt, unmenschliche Haftbedingungen oder Suizid.

Wir als Geschwister-Scholl-Schule haben einen besonderen Auftrag, die Erinnerung an diesen Tag und die Greueltaten das Nationalsozialismus wach zu halten. Daher haben auch in diesem Jahr wieder die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 "Stolpersteine" in Münster gereinigt und an diesen Orten jeweils eine weiße Rose niedergelegt.


Wir geben hier den Ausschnitt eines Textes von der verstorbenen Überlebenden des KZ Auschwitz, Esther Bejanaro, wieder und verweisen unten auf den Link zu dieser Rede von ihr zum 27.01.2021.

"Wo stehen wir in diesem Jahr 76 nach der Befreiung des KZ Auschwitz? Was ist aus unseren Hoffnungen geworden? Wir sind nur noch wenige, wir Überlebende der Konzentrationslager. Wir schweigen nicht. Wir berichten über das, was damals geschah. Werden Bücher, Filme und Erzählungen ausreichen, um die nächsten Generationen zu immunisieren gegen die neuen und alten Nazis, gegen Antisemiten, Rassisten und Verschwörungsideologen?
Aus Worten werden Taten. Wir wissen das. Wir wissen um das braune Netz nach '45, das laute Schweigen, das Versagen des Staates bei der Entnazifizierung. Für uns ist das unerträglich, wenn wieder Naziparolen gebrüllt und Synagogen angegriffen werden, Todeslisten kursieren, Rechtsextreme in den Parlamenten sitzen.
Wiederholt sich Geschichte? Primo Levi, auch Häftling in Auschwitz, hat gesagt: "Es ist geschehen, folglich kann es wieder geschehen."
Wir erinnern, um zu verändern, um unsere Demokratie zu bewahren. Der Schlüssel dazu ist für mich die Jugend. Die müssen wir gewinnen. Ihr seid nicht schuldig für das, was damals geschehen ist, sage ich. Aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts von dieser Geschichte wissen wollt.
Was in den Gaskammern endete, begann mit Repression, Ausgrenzung, Rassismus. Das kennen viele der Jungen. Oft höre ich dann: "Frau Bejarano, auch wenn Sie einmal nicht mehr da sind, wir werden Ihre Geschichte immer weiter erzählen."
Das ist meine Hoffnung!"
Rede von Esther Bejerano als Film

Übergabe der Zertifikate - Betriebsrallye

29.09.2022
12 Schülerinnen und Schüler der Geschw.-Scholl-Realschule erhielten am 29. September 2022 ihre Zertifikate für eine erfolgreiche Beteiligung an der durch die Stiftung Bürger für Münster organisierten Betriebsrallye. Die jungen Leute hatten die Gelegenheit, in Schnupperpraktika über mehrere Wochen bis zu vier Firmen und ihre Berufe kennenzulernen. Eine gute Gelegenheit, mit diesen neuen Eindrücken ins nächste Schuljahr und die anstehende Berufswahl zu gehen.

Praktika wurden in ganz unterschiedlichen Unternehmen geleistet: Hall of Sports, Glasbau Niggemann, Kappernagel Orthopädie, Schäper Sportgerätebau, TON Objekteinrichtungen, Hengst SE, McDonalds, Stadtbücherei, Sportamt Münster und Caritas Münster

Die stolzen Schülerinnen und Schüler mit ihren Zertifikaten, Mona Boge und Rolf van Tübbergen (Stiftung Bürger für Münster) und Clemens Krause (Schulleitung) sowie Silke Hölters (Berufswahlkoordinatorin)

Zum Tod von Malte - Bestürzung allein reicht nicht!

05.09.2022


Der Tod von Malte auf dem CDS in Münster – Bestürzung alleine reicht nicht!

Wir alle haben am Freitag vom Tod Maltes am Rande des CSD in Münster vom 27. August 2022 erfahren. Es handelt sich nach den bisher veröffentlichten Informationen um eine Gewalttat aus menschenverachtenden Motiven.
Das ist schrecklich!
Das macht wütend!
Die zunehmende Verrohung in unserer Gesellschaft lässt einen manchmal verzweifeln.
Malte wurde brutal ins Gesicht geschlagen, nur weil er schlichtend und beruhigend auf den Täter einwirken wollte, der an einer Bushaltestelle nahe dem Münsteraner Hafenplatz drei Teilnehmerinnen des CSD zunehmend aggressiv beleidigt hat.
Malte hat das getan, was wir uns in einer couragierten Gesellschaft so sehr wünschen: Eintreten für die freie Entfaltung der eigenen Persönlichkeit; Eintreten für die freie Entscheidung eines eigenen selbstbestimmten Lebensentwurfs.
Der Täter akzeptiert dies offenbar nicht. Er beleidigt und schlägt – brutal, ohne Rücksicht!
Das Geschwister-Scholl-Schulzentrum verurteilt diese Tat auf das Schärfste und ruft dazu auf, aktiv und couragiert für Menschlichkeit einzutreten – zu jeder Zeit – an jedem Ort – und am besten gemeinsam!
Und lasst uns sofort im Unterrichtsraum, auf dem Schulhof und vor der Bushaltestelle damit beginnen.
Beleidigungen und körperliche Übergriffe akzeptieren wir nicht!
Wir sind ein Schulzentrum ohne Rassismus, aber mit Courage. Zeigt diese Courage – gemeinsam schaffen wir das!
Malte stürzte nach den Schlägen gegen den Kopf bewusstlos zu Boden und schlug dabei mit dem Hinterkopf auf den Asphalt.
Der Täter … floh!
Mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen wurde er in die Klinik gebracht. Trotz einer Notoperation verstarb Malte am frühen Freitagmorgen im Alter von nur 25 Jahren.
Was bleibt ist tiefe Trauer.
Unsere Gedanken sind bei der Familie und dem Freundeskreis von Malte – aber auch bei den drei Frauen an der Bushaltestelle, die aus nächster Nähe alles mit anschauen mussten – grausam!
Wir bitten nun um einen kurzen Moment - einen kurzen Augenblick - des Schweigens und des Innehaltens…

Wir bedanken uns bei Ihnen und bei Euch für das In-Sich-Gehen.

Ralf Cyrus und Clemens Krause
Schulleiter von Geschwister-Scholl-Gymnasium und Geschwister-Scholl-Realschule

Hier finden Sie den Presseartikel der Westfälischen Nachrichten vom 07.09.2022

Antikriegstag

01.09.2022
Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen sowie alle Mitarbeitenden an den Geschwister-Scholl-Schulen!

Ich bitte Euch und Sie alle kurz inne zu halten und sich für eine Schweigeminute zum heutigen Antikriegstag zu erheben!

Heute vor 83 Jahren begann durch den deutschen Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg.

Wir gedenken heute aller Opfer des zweiten Weltkriegs und des Faschismus.

Wir denken aber in diesen Tagen auch an alle Opfer gegenwärtiger Kriege und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die zurzeit überall auf der Welt stattfinden.

Vielen Dank!


Zeichnung von Käthe Kollwitz, 1924

Werden Sie Mitglied im Förderverein

30.08.2022
Der Förderverein wurde 1975 gegründet und unterstützt seitdem die Arbeit der Geschwister-Scholl-Realschule und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Viele Aktivitäten beider Schulen zur Förderung der Schüler_innen wären ohne die Zuwendungen aus den Mitteln des Fördervereins nicht denkbar.

Hier finden Sie die Beitrittserklärung für den Förderverein
Bitte geben Sie die ausgefüllte Erklärung Ihrem Kind wieder mit zur Schule oder senden Sie es per Post an unsere Schuladresse. Vielen Dank!


Der aktuelle Vorstand des Fördervereins: Frau Podlich-Tewes, Frau Heim, Frau Niehues (v.l.n.r.) sagt DANKE!


Berlinfahrt der Klassen 10

24.08.2022
"Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!" Und genau dies machen in diesem Jahr auch wieder die Abschlussklassen der Geschwister-Scholl-Realschule im Zeitraum vom 22.-25. August 2022.
Neben einem Besuch des Reichtags mit einem anschließenden Gespräch mit einer Bundestagsabgeordneten stehen eine interaktive Stadtrallye sowie Führungen durch die "Berliner Unterwelten" und die "Gedenkstätte Hohenschönhausen" auf dem Programm.
Es bleibt aber natürlich auch genügend Zeit für Spiel und Spaß beispielsweise beim gemeinsamen Bowling-Abend oder dem Besuch einer Schülerdisco.

Begleitet werden die drei Klassen 10 von ihren Klassenlehrern Sören Weinfurtner, Kalle Stamm und Martin Kretschmer sowie weiteren Kolleginnen, die in dem Jahrgang unterrichten.

Stark in der Gemeinschaft

19.08.2022
Alleine lernen und viel Distanz zu Mitschülern und Lehrern aushalten. So sah die Corona-Zeit auch für die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule in Münster-Kinderhaus aus. "Besonders haben die Kinder und Jugendlichen unter dem fehlenden Kontakt gelitten", sagt Schulsozialpädagogin Monika Esmail-Bönte. Zugehörigkeit zu erleben, sei für sie darum besonders wichtig.

Die starke Gemeinschaft der Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule erkennt man jetzt auch an ihren Pullovern, die sie verbinden. Möglich gemacht hat das unter anderem eine Spende der MUTMACH-Stiftung der Caritas. © Caritasverband für die Diözese Münster

Dass die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule eine starke Gemeinschaft sind, soll nicht nur spürbar, sondern auch sichtbar sein. Die Schule hat 600 Pullover angeschafft und mit Schullogo und dem Slogan #StarkImMiteinander bedrucken lassen. Zum neuen Schuljahr erhielten alle Schülerinnen und Schüler am 12. August einen Pullover als Überraschungsgeschenk. "Dieses Zeichen der Gemeinschaft ist sehr integrationsstiftend und ein nach außen sichtbares Zeichen der Verbundenheit", erläutert Schulleiter Clemens Krause. Möglich gemacht hat die Pullover-Aktion unter anderem eine Spende der MUTMACH-Stiftung in Höhe von 3.000 Euro.

Die MUTMACH-Stiftung ist ein Stiftungsfonds der Caritas GemeinschaftsStiftung für das Bistum Münster. Stiftungsgründerin Professorin Ursula Tölle lobt den Einsatz der Geschwister-Scholl-Realschule. Junge Menschen zu stärken und sich für Chancengleichheit einzusetzen, sei eine wichtige Aufgabe, so die Stifterin. Dieses Ziel auch unter schwierigen Corona-Bedingungen im Blick zu behalten, verdiene eine Ehrung. Tölle sagt: "Ich freue mich sehr darüber, die Pullover-Aktion zu unterstützen – und ich freue mich über die hervorragende Arbeit der Schulsozialpädagoginnen."

Die MUTMACH-Stiftung selbst hat ihren Ursprung in Münster-Kinderhaus. In diesem Münsteraner Stadtteil engagiert Ursula Tölle sich seit vielen Jahren sozial. Mit ihrer 2018 gegründeten Stiftung setzt sie sich dafür ein, Bildung und Chancengleichheit zu stärken.

Text: Caritasverband für die Diözese Münster
Hier finden Sie auch die Pressemitteilung der Caritas im Bistum Münster

Zeichen der Wertschätzung und Verbundenheit - Pulli-Aktion an der GSR

18.08.2022
Einheitliche Pullis an der Geschwister-Scholl-Realschule
Sie sind dunkelblau und tragen den Slogan "Stark-im-Miteinander". Und sie hängen nun im Kleiderschrank von jedem Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule: Einheitliche Pullis, die nun jeder aus der dortigen Schülerschaft bekommen hat. WN-Artikel von Luca Pals

Trotz knackiger 32 Grad haben es die Schüler kaum abwarten können, sich die Pullover für das gemeinsame Foto überzuziehen. Stolz und ein Stück Verbundenheit unter- und miteinander schwingen bei so manchem Schüler mit, wenn er durch die Gänge der Geschwister-Scholl-Realschule im neuen Sweater läuft.

Dieser ist das Produkt von Anna Greis, die aktuell die Schule für Modemacher besucht, und trägt den Slogan "Stark-im-Miteinander". Dieses Motto passe zur Situation und in den Alltag der Realschule, findet deren Schulleiter Clemens Krause: "Es ist eine sehr schöne Aktion, die als Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit und das Engagement aller Beteiligten stehen soll."
Anerkennung und Wertschätzung

In die gleiche Kerbe schlägt Prof. Dr. Ursula Tölle, Gründerin der Mutmach-Stiftung, die wie die Caritas Gemeinschafts-Stiftung das Projekt finanziell unterstützt hat.

Ausgangspunkt der Aktion war die Idee des Teams der Schulsozialpädagogik rund um Monika Esmail-Bönte.

Anerkennung und Wertschätzung sollen angesichts der vergangenen schwierigen beiden Corona-Jahre im Vordergrund stehen. Krause unterstrich: "Die ganze Schule ist als richtige Gemeinschaft durch diese Zeit gegangen und hat es sich dadurch wahrlich verdient."
Stärkung des Gemeinschaftssinns

Auf der anderen Seite sollen die einheitlichen dunkelblauen Pullover auch als ein Zeichen der Verbundenheit untereinander verstanden werden: "So etwas schweißt noch einmal sehr stark zusammen", versichert Esmail-Bönte.

Tölle bestätigte dies mit dem ersten Eindruck vieler Schüler: "Man merkt, wie stolz sie sind, Teil der Schule zu sein, und das stärkt den Gemeinschaftssinn."

Drittens passe der Slogan unter dem Schlagwort "Mut" sehr gut. Dieser befindet sich auf dem Rücken der Schul-Pullover und sei in aktuell unsicheren Zeiten ein Zeichen, das offensiv getragen werden solle.

Dank an die Schülerschaft

17.08.2022
Liebe Schülerinnen und Schüler,

es versetzt uns immer wieder in Erstaunen, mit wieviel Geduld und Rücksichtnahme viele von Euch die Einschränkungen und Herausforderungen der Coronakrise auf sich nehmen. Ihr Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer, eure Familien - alle haben in den vergangenen fast zweieinhalb Jahren Unglaubliches geleistet. Ihr musstet auf einiges verzichten und euch auf vieles Neues einlassen.

Wir möchten Euch Danke sagen.
Danke, dass ihr nicht aufgegeben habt.
Danke für eure Zuversicht, dass es wieder gut wird.
Danke für euer Vertrauen, dass ihr eure Gedanken und Ängste mit uns geteilt habt.

Und wir möchten ein klares Zeichen setzten, euch etwas zurückgeben und auch nach außen zeigen, dass wir eine starke Gemeinschaft sind und nur stark in der Gemeinschaft sind.

Als Ausdruck der Anerkennung und gleichzeitig als sichtbares (und tragbares) Zeichen der Verbundenheit aller Personen hier an der Geschwister-Scholl-Realschule haben wir mit der finanziellen Unterstützung der Mutmach-Stiftung einen Schulpulli für jeden von euch entworfen, den ihr heute übereicht bekommt!

Wir sind stolz auf euch und auf unsere Gemeinschaft

Euer Team der Sozialpädagogik und die Schulleitung

Hier finden Sie den Brief, der allen Klassen bei der Ausgabe der Schul-Pullis am 12.08.2022 vorgelesen wurde als pdf-Dokument.



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